
«Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht. Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht. Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht …»
Aschenbrödel lebt auf dem Gut seines verstorbenen Vaters. Dort regiert die herrische Stiefmutter, die Aschenbrödel wie eine Magd behandelt und ihm das Leben schwer macht. Als der König einen Ball zur Brautschau für seinen Sohn veranstaltet, setzt die Stiefmutter alles daran, ihre leibliche Tochter Dora an den Hof zu verheiraten. Auch Aschenbrödel, die dem Prinzen bereits zweimal unerkannt begegnet ist, möchte zum Ball, was die Stiefmutter zu verhindern versucht. Aber Aschenbrödel hat drei Zaubernüsse und die Hilfe befreundeter Tiere. Beim Tanz verliebt sich der Prinz auf Anhieb in das schöne, verschleierte Mädchen. Doch Aschenbrödel lässt den Prinzen zappeln und stellt ihm drei Rätselfragen, die der Prinz nicht beantworten kann. Daraufhin verlässt Aschenbrödel Hals über Kopf den Ball. Der verdutzte Prinz eilt ihr nach und findet auf der Schlosstreppe einen Schuh, den Aschenbrödel verloren hat. Sofort macht er sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Besitzerin des Schuhs.
Seit der deutsch-tschechische Märchenfilm «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» 1973 zum ersten Mal zu sehen war, hat er Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern verzaubert. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn im Märchenfilm ist Aschenbrödel nicht nur schön und warmherzig, sondern auch klug und selbstbewusst, kann reiten, schiessen und klettern. Der Prinz bekommt es nicht geschenkt, er muss sein Herz erobern.